Hilf uns, aktuell zu bleiben Gibt es eine Praxis nicht mehr oder stimmen Angaben im Eintrag nicht? Mehr lesen

Dann sag uns bitte direkt im Praxiseintrag Bescheid: Ganz unten findest du „Daten veraltet? Mit einem Klick melden“. Dort wählst du einfach aus, was nicht mehr stimmt, zum Beispiel „Praxis gibt es nicht mehr“, „Telefonnummer“, „Öffnungszeiten“ oder „Adresse“, ohne Anmeldung und ohne Angabe von Name oder E-Mail. Für ausführlichere Hinweise nutze den Link „Falsche Informationen melden“ im selben Eintrag. So kommt deine Meldung direkt bei der richtigen Praxis an und wir können sie schnell prüfen. Danke für deine Hilfe!

Blutgruppen und Blutspende: Wer kann wem spenden?

Blut lässt sich nicht künstlich herstellen. Jeden Tag werden in Deutschland rund 15.000 Blutspenden gebraucht – für Unfallopfer, bei Operationen, in der Krebstherapie und für Menschen mit chronischen Krankheiten. Eine Spende dauert etwa eine Stunde und kann Leben retten.

Welche Blutgruppen gibt es?

BlutgruppeAnteil in DeutschlandGut zu wissen
A Rhesus positiv (A+)ca. 37 %häufigste Blutgruppe
0 Rhesus positiv (0+)ca. 35 %kann allen Rhesus-positiven Blutgruppen rote Blutkörperchen spenden
B Rhesus positiv (B+)ca. 9 %
A Rhesus negativ (A−)ca. 6 %
0 Rhesus negativ (0−)ca. 6 %„Universalspender“: rote Blutkörperchen passen für alle
AB Rhesus positiv (AB+)ca. 4 %„Universalempfänger“: kann rote Blutkörperchen aller Gruppen erhalten
B Rhesus negativ (B−)ca. 2 %
AB Rhesus negativ (AB−)ca. 1 %seltenste Blutgruppe

Wer kann wem spenden? (rote Blutkörperchen)

EmpfängerKann erhalten von
0−0−
0+0−, 0+
A−0−, A−
A+0−, 0+, A−, A+
B−0−, B−
B+0−, 0+, B−, B+
AB−0−, A−, B−, AB−
AB+alle Blutgruppen

So funktioniert das mit den Blutgruppen

Die Blutgruppe ergibt sich aus Merkmalen auf den roten Blutkörperchen: Im AB0-System gibt es die Gruppen A, B, AB und 0, dazu kommt der Rhesusfaktor (positiv oder negativ). Passt das Spenderblut nicht, kann das Immunsystem es angreifen – deshalb wird vor jeder Transfusion genau geprüft, ob Spender- und Empfängerblut zusammenpassen. Wenn möglich, bekommen Patientinnen und Patienten Blut ihrer eigenen Blutgruppe.

Bei Blutplasma ist es umgekehrt: Plasma der Blutgruppe AB passt für alle, Plasma der Blutgruppe 0 nur für Empfänger mit Blutgruppe 0.

Warum Blutspenden so wichtig ist

Blut ist nur begrenzt haltbar: rote Blutkörperchen etwa sechs Wochen, Blutplättchen nur wenige Tage. Deshalb werden laufend neue Spenden gebraucht – besonders in den Ferien und rund um Feiertage wird es oft knapp. Nur ein kleiner Teil der Menschen in Deutschland spendet regelmäßig Blut. Jede zusätzliche Spenderin und jeder zusätzliche Spender hilft.

Wer darf Blut spenden?

Spenden kann grundsätzlich, wer gesund ist, mindestens 18 Jahre alt ist und mindestens 50 Kilogramm wiegt. Ob du spenden darfst, entscheidet am Spendetag eine Ärztin oder ein Arzt nach einem Fragebogen und einer kurzen Untersuchung. Nach bestimmten Reisen, Erkrankungen, Operationen, Tattoos oder Piercings, während der Schwangerschaft und eine Zeit lang danach oder bei manchen Medikamenten musst du eventuell eine Pause einlegen. Ob du aktuell spenden kannst, kannst du vorab online im Spende-Check des DRK prüfen.

So läuft eine Blutspende ab

Wie erfahre ich meine Blutgruppe?

Nach deiner ersten Blutspende bekommst du einen Blutspendeausweis mit deiner Blutgruppe. Bei Schwangeren steht sie im Mutterpass, manchmal auch in Krankenhaus- oder Arztunterlagen. Eine Bestimmung nur aus Neugier zahlt die Krankenkasse meist nicht – frag in deiner Hausarztpraxis nach. Wichtig ist der Rhesusfaktor besonders in der Schwangerschaft: Rhesus-negative Schwangere bekommen bei Bedarf eine vorbeugende Spritze (Anti-D-Prophylaxe).

Wo kann ich Blut spenden?

Die meisten Blutspenden in Deutschland sammelt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) – mit festen Spendeorten und mobilen Terminen, etwa in Schulen, Rathäusern und Gemeindehallen. Termine in deiner Nähe findest du auf der Website des Blutspendedienstes für dein Bundesland. Außerdem gibt es Blutspendezentralen an vielen Universitätskliniken und Krankenhäusern sowie kommunale und private Blutspendedienste.

Was kann man außer Vollblut noch spenden?

Neben der Vollblutspende gibt es weitere Möglichkeiten zu helfen. Welche für dich in Frage kommt, erfährst du bei den jeweiligen Stellen.

Passende Praxis in deiner Nähe

Deine Blutgruppe kann die Hausarztpraxis bestimmen lassen. Fragen dazu, ob du mit einer Erkrankung oder bestimmten Medikamenten spenden kannst, beantwortet dir der Blutspendedienst oder deine Hausarztpraxis.

Im Notfall: 112. Abends und am Wochenende hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst: 116117.

Quellen

Zuletzt geprüft am 09.10.2026. Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung – was für dich passt, besprichst du am besten mit deiner Arztpraxis.

Weitere Themen