Wohin mit meinem Anliegen?

In drei Schritten zur richtigen Anlaufstelle – vom Notfall bis zum Facharzttermin. Der Wegweiser ersetzt keine ärztliche Einschätzung, hilft dir aber, nicht unnötig zu warten oder den falschen Weg zu gehen.

Illustration: Eine Frau mit Smartphone steht an einem Wegweiser mit drei Schildern – Rettungswagen für den Notruf, Telefon für den Bereitschaftsdienst und eine Arztpraxis.
  1. 1 Ist es lebensbedrohlich?

    Zum Beispiel bei:

    • starken Schmerzen, Druck oder Engegefühl in der Brust
    • Atemnot
    • plötzlicher Lähmung, hängendem Mundwinkel, Sprach- oder Sehstörung
    • Bewusstlosigkeit, Verwirrtheit oder einem Krampfanfall
    • starker Blutung, schweren Verletzungen oder Verbrennungen
    • Verdacht auf Vergiftung

    Sofort 112 anrufen. Nicht selbst fahren und nicht erst einen Termin suchen.

  2. 2 Dringend, aber die Praxis hat geschlossen?

    Wenn du nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten kannst – etwa bei hohem Fieber, starken Schmerzen oder einer Erkrankung am Wochenende:

    Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117 (bundesweit, kostenlos, rund um die Uhr). Dort erfährst du auch, wo die nächste Bereitschaftspraxis ist.

    Bei Zahnschmerzen außerhalb der Sprechzeiten hilft der zahnärztliche Notdienst deiner Region, bei Vergiftungen der Giftnotruf deines Bundeslandes. In seelischen Krisen erreichst du die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.

  3. 3 Nicht dringend: die passende Praxis finden

    Im Zweifel zuerst in die Hausarztpraxis. Sie kennt deine Vorgeschichte, kann vieles selbst behandeln und überweist, wenn nötig – mit Überweisung bekommst du oft schneller einen Facharzttermin.

    Illustration: Eine Hausärztin gibt einem Patienten eine Überweisung; ein Weg führt zu Facharztpraxen für Augen, Knochen und Herz.

    Direkt ohne Überweisung

    Gesetzlich Versicherte können diese Praxen in der Regel direkt aufsuchen:

    Überweisung meist sinnvoll oder nötig

    Viele andere Fachpraxen nehmen dich auch ohne Überweisung an, vergeben Termine aber bevorzugt mit Überweisung. Für Radiologie (Röntgen, CT, MRT) ist sie in der Regel nötig.

    Wenn du an einem Hausarztprogramm deiner Krankenkasse teilnimmst (hausarztzentrierte Versorgung), gehst du grundsätzlich zuerst in deine Hausarztpraxis – Ausnahmen gelten meist für Augen-, Frauen- und Kinderarztpraxen.

    Lange Wartezeit auf einen Termin?

    Mit einer Überweisung mit Dringlichkeitscode hilft die Terminservicestelle unter 116117 oder auf 116117.de, einen Facharzttermin zu finden.

    Illustration: Ein junger Mann telefoniert entspannt; ein Kalender mit markiertem Tag zeigt den vereinbarten Termin.

Beschreibe dein Anliegen

Schreib in eigenen Worten, worum es geht – wir schlagen passende Fachrichtungen in deiner Nähe vor.

Illustration: Eine ältere Frau beschreibt ihr Anliegen auf dem Tablet; passende Fachrichtungen und ein Ortssymbol erscheinen.

Das ist keine Diagnose, sondern ein Navigationshinweis.